Aktiv vor Ort

14.09.16 - Tierschutz und Geduld
Heute war irgendwie ein total anstrengender Tag. Wir schreiben den 14.09.2016. Ich war für meine Tiere da, alle sollten versorgt sein. Aber zuerst kommen die Ämter... Nachdem ich allen Schriftverkehr mit dem Veterinäramt und den Ordnungsämtern erledigt hatte, welcher - wie immer bei Amtshandlungen - sehr dringend war, konnte ich mich der Versorgung der mir heute zugewiesenen Tiere widmen. Alle sollten Futter, frisches Wasser und saubere Gehege haben. Gleichzeitig geht natürlich auch der Um- und Anbau im Tierheim weiter. Überall sind Handwerker, die wissen möchten, wann und wo es weitergehen soll. So fragt z.B. der Anstreicher wann der Elektriker fertig ist, der Installateur möchte wissen wann Strom da ist und die Wände können nicht vor der Fertigstellung des Daches gefliest werden. Auch gab es heute sehr sehr viele Anrufe. Viele der Anrufer befinden sich wegen Tierverlust oder vom Amt angedrohter Zwangsenteignung in einer Notfall-Situation, andere möchten einfach nur Anteilnahme, entweder am schlechten Gesundheitszustand ihrer Tiere oder weil sie sich von ihrem geliebten Schützling trennen müssen. Manche lassen auch zwecks Lerneffekt Ihre Kinder anrufen, damit wir Tierschützer die Aussagen der Eltern mit Fachwissen untermauern. Alle diese Aufgaben erfordern Zeit und Einsatzwillen, den ich gerne bereit bin aufzubringen. Aber manchmal stößt man selbst als geduldiger und hilfsbereiter Mensch an seine Grenzen.
 
Und genauso war es heute bei mir: Wir haben im Tierheim zurzeit eine Katze in Pflege, die kleine „Susi“. Susis Besitzer sind momentan beide in klinischer Behandlung. Täglich rufen sie an, um sich nach ihrem Schützling zu erkundigen. Es ist schön, dass sie sich so engagieren, allerdings war der heutige Anruf für meine eh schon arg strapazierten Nerven einfach zuviel. Ich wurde etwas schroff - sorry, ich bin auch nur ein Mensch. Ich habe die Verantwortung für ca. dreihundert Tiere. Wenn jeder Besitzer von Pflege- oder behördlich beschlagnahmten Tieren, Abgeber von überzähligen Tieren und auch die neuen Adoptanten täglich anrufen, wann soll ich dann noch meine Schützlinge pflegen, füttern und mit Medikamenten versorgen? Ich freue mich über jeden, der sich für sein Tier einsetzt. Schön wäre es aber, wenn die Tierfreunde sich via E-Mail an mich wenden würden. Denn Mails kann ich nach der Tierpflege beantworten. Dagegen ist es schwierig, eine telefonische Anfrage „neutral“ und „nett“ zu beantworten, wenn ich z.B. gerade eine Katze mit verklebten „Durchfallpopo“ bade, die sich dabei auch noch heftig wehrt.

An dieser Stelle bitte ich Susis „Eltern“ nochmals um Entschuldigung. Auch bei der Dame, deren Kaninchen nach dem Telefonat wirklich noch einmal Petersilie „mit Grüßen von Mama“ bekommen haben, möchte ich mich entschuldigen. Zwar klang ich am Telefon nicht besonders nett - dies bedeutet aber nicht, dass meine Kollegen-/Innen und ich nicht alles für jeden einzelnen unserer Schützlinge tun. Auch für die „kleinen Achatschecken“ haben wir Tomaten, Gurken und natürlich Kartoffeln besorgt. Ab Morgen werden für die „Schnecks“ natürlich Kartoffeln gekocht - auch wenn deren Besitzer sie fast sterben gelassen hat. Wir alle sind nicht nur Tierpfleger, sondern auch Tierschützer. Wir machen nichts nur deshalb, weil es bezahlt wird, sondern weil wir Tiere lieben. In diesem Sinne hoffe ich auf ein wenig Verständnis. Petra Rebel

Im Tierheim werden alle Schützlinge gut versorgt
 

06.03.15 - Die letzte Katze (23.) wurde am 19.11.2014 zur Kastration und Kennzeichnung gebracht. Es wurden keine weiteren Katzen gesichtet. Alle Tiere konnten in ihr Revier zurück. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern für Ihre tolle Unterstützung der Aktion.

Im Januar 2015 haben wir 4 Hunde und 6 Kaninchen aus dem geschlossenen Tierheim Bergheim übernommen. Wir danken den Hundespaziergängern aus Bergheim, die sich für die schwierigen Tiere auch im Tierheim Oekoven noch verantwortlich fühlen!

Eine neue Katzenfangaktion in Jüchen ist Ende Februar 2015 angelaufen. 7 Katzen wurden kastriert, entwurmt, gekennzeichnet und an die Fangstelle zurückgesetzt.

Am Elsener Friedhof werden die letzten 4 Katzen nicht mehr gelitten! Die Katzen wurden schon vor Jahren kastriert und seit dem mit Futter versorgt. Inzwischen werden die Tiere mit Dreck beworfen! Eine Tierfreundin fängt die Tiere ein und das Tierheim wildert sie nach ca. 4 Wochen Eingewöhnungszeit am Tierheim aus.

Bitte übernehmen Sie Patenschaften für die freilebenden Katzen im Tierheim-Oekoven!

Heute am 14.10.2014 beginnt in GV-Frimmersdorf eine Katzenfangaktion zwecks Kastration der in dieser Firma freilebenden Katzen. Angekündigt sind rund 40 Tiere!!! Die Jungkatzen können bei uns bleiben und später vermittelt werden. Die erwachsenen Katzen dürfen nach Kastration, Entwumung und Kennzeichnung zurück und werden auch weiter versorgt. Eine Sammelaktion bei den Mitarbeitern ist angedacht um uns bei der Finanzierung zu unterstützen. Mehrere Fallen wurden ausgeliehen und unser Fahrer kümmert sich um die Abholung und Verbringung zum Tierarzt.

 

Am 11.09.2014 wurde unser Fahrer Herr Höninger zu einem Waldstück an der A540 in Höhe Stadtgrenze Jüchen/Grevenbroich gerufen. Aufmerksame Hundespaziergänger hatten im Dickicht mehrere Meerschweinchen entdeckt und das Tierheim verständigt. Über mehrere Tage und mit Hilfe der engagierten Finder gelang es unserem Fahrer letztlich acht Meerschweinchen einzufangen. Leider wurde ein Jungtier bereits am Donnerstag tot aufgefunden. Die anderen zwei Jungtiere sind wohlauf und allen acht Meerschweinchen wurde von unserem Tierarzt beste Gesundheit attestiert. Vier Böckchen sind bereits kastriert, ob die zwei Meerschweinchendamen trächtig sind, kann noch nicht gesagt werden.

 

Meerschweinchen

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Tierschutzverein Katzenhilfe e.V. Düsseldorf-Neuss