Ein Heim für die Tiere

Das Tierheim in Rommerskirchen-Oekoven wird vom Tierschutzverein für den Kreis Neuss getragen und wurde im September 1975 in Betrieb genommen. Zentral in der Mitte des Landkreises gelegen nehmen wir Fundtiere aus den Kommunen Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und natürlich Rommerskirchen auf. Zunächst war das Tierheim mit Hunde- und Katzenhaus für die ankommenden Tiere ausreichend.

Tierheim Oekoven Kleintierhaus82-Inet.jpgDoch nach dem die Zahl der jährlich vermittelten Haustiere auf über 1.200 angestiegen war, musste das Tierheim er- weitert werden. 2001 wurde der ans Heim direkt angrenzende Bahnhof vom Tierschutzverein erworben und in das Tierheim integriert. Damit wuchs das heim auf eine Fläche von über 7.500 Quadratmetern.

Im Folgejahr wurde der Umbau des Bahnhofes und die Sanierung der alten Gebäudesubstanz begonnen. Brandschutzauflagen der Baubehörde kosteten den Verein sehr viel Kraft und Geld. Die Räume im Obergeschoss wurden zu großzügigen Katzenräumen ausgebaut, da die Zahl der aufzunehmenden "Haustiger" stetig ansteigt.

Die Personalkosten für unsere sechs hauptamtlichen Mit- arbeiter werden von den Städten und Gemeinden aus denen wir die Fundtiere aufnehmen nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel getragen. Dennoch wird noch rund ein Drittel der Arbeiten bei uns von ehrenamtlichen Helfern erledigt. Und auch finanziell ist das Tierheim ohne die Zuwendungen aus der Bevölkerung nicht überlebensfähig.

So konnte 1993 das neue Katzenhaus nur fertig gestellt werden, weil zwei Drittel der Kosten aus einer Erbschaft gedeckt wurden. Den restlichen Betrag stellte das Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Nach und nach konnte das Tierheim um- und ausgebaut werden, so dass die knapp 2400 m2 Unterbringungs- und Rückzugsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Tierarten boten.

Mit Hilfe des Neubaus unserer Katzenaufnahmestation im Jahre 1997, der zu hundert Prozent Dank der Spenden echter Tierfreunde finanziert werden konnte, können wir heute einer wahren Katzenflut, besonders in den Sommermonaten, gerade noch Herr werden. Heute sind beständig über 120 Samtpfoten im Tierheim Oekoven untergebracht und viele von Ihnen warten auf ein neues Zuhause. Damit die Zahl nicht weiter stetig zunimmt, zählt zu den Schwerpunkten unserer Vereinsarbeit auch die Kastration von frei lebenden, nicht zahmen Katzen, die wir an Futterplätzen einfangen und sie dann von einem Tierarzt untersuchen, entwurmen, kennzeichnen und kastrieren lassen. Schließlich erhielt das Tierheim im Jahr 2012 eine neue Katzenaufnahmestation, um auch hier die Tierpflege auf den aktuellen Stand der Zeit zu bringen.

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Ebenfalls aus Spenden finanziert, wurde das Kleintierhaus mit seinen großzügigen Ausläufen. Es bietet Kaninchen und Meerschweinchen sehr viel Platz im Innen- und Außenbereich. Die Finanzierung des Außenbereichs übernahm zu einem Drittel das RWE und zu zwei Drittel die Familie Weber aus Rommerskirchen. Das letzte Drittel wurde von vielen einzelnen Spendern getragen.

Jährlich werden inzwischen 1.200 und 1.500 Tiere in unserem Tierheim aufgenommen, von denen ein Großteil wieder an ihre glücklichen Besitzer zurück gegeben werden kann. Viele Haustiere werden aber auch sehr erfolgreich an neue Eigentümer vermittelt.

Trotzdem beherbergt das Tierheim auch Arten, bei denen sich eine Vermittlung schwierig gestaltet oder die als Haustiere gar nicht geeignet sind. Bekanntestes Beispiel sind die so genannten „Listenhunde“. Stafford und Co. leben als Rasse diskriminiert und vielfach mit überhöhter Hundesteuer bestraft deutlich länger bei uns als alle anderen Hunde. Aber auch Echsen, exotische Ziervögel sowie Schlangen werden gefunden oder bei uns abgegeben.

Sie wollen das Tierheim besuchen? Die Öffnungszeiten sind:

Mo - Do 14.00 bis 17.00 Uhr
Sa 10.00 bis 13.00 Uhr
Zusätzliche Bürozeiten: Mo - Sa 11.00 bis 13.00 Uhr
 
Fr und So ist das Tierheim geschlossen
 
Gassigehen mit Tierheim-Hunden:
 
So - Fr 10.30 - 11.30 Uhr sowie 11.30 - 12.30 Uhr
Sa 13.00 - 14.00 Uhr.

Bitte beachten Sie: Wir benötigen von allen Gassigehern einen Sachkundenachweis, abzulegen bei einem Tierarzt oder dem Veterinäramt.

Fotos: Deutscher Tierschutzverlag